Ich bin umgezogen.

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Mathias, erzähle von deinem ersten Einsatz als Fußballkommentator!

"Soccer Balls" - Photo by Ari Bronstein on Flickr

"Soccer Balls" - Photo by Ari Bronstein on Flickr

Am Mittwoch war ich das erste Mal als Fußballkommentator im Einsatz. In der letzten Runde der Regionalliga Mitte habe ich das Spiel GAK gegen Union St. Florian aus der UPC-Arena kommentiert. Für den GAK ging es dabei um den Gewinn der Meisterschaft. Parallel spielte BW Linz gegen den DSV Leoben. BW Linz musste in diesem Spiel verlieren, damit der GAK (falls er das Spiel gegen St. Florian gewinnt) die Meisterschaft gewinnen kann. Verstanden?

Was wir nach dem Spiel wissen: BW Linz hat mit 6:0 gewonnen und der GAK nur unentschieden gespielt. Die Meisterschaft geht heuer also nicht in die Steiermark.

Auf alle Fälle bin ich verdammt stolz darauf, diese Möglichkeit erhalten zu haben und deswegen stelle ich euch jetzt auch mal einen kurzen Zusammenschnitt zum Durchhören online. Die Tonqualität habe ich meinem Aufnahmegerät zu verdanken, das mit der Stimmung im Stadion (die auch auf der Pressetribüne deutlich zu hören war) nicht ganz zurechtkam. Trotzdem habe ich meine “Kommentatoren-Jungfernfahrt” nun absolviert und freue mich darüber. Also, der Mitschnitt, hier, für euch.

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Gesehen: Biutiful

Javier Bardem

Biutiful fühlt sich an wie ein Schlag in die Magengrube. Was das heißt? Der Film ist schwer und verdammt dunkel. Vermutlich muss man für diesen Film auch in der richtigen Stimmung sein, sonst geht der geplante Kinoabend ziemlich in die Hose. Warum? Weil es ziemlich bezeichnend ist, dass in der einzigen Szene mit Blick auf das spanische Meer unzählige Leichen in ebendiesem treiben.

In einem Vorort von Barcelona lebt Uxbal – liebevoller Vater von zwei Kindern, Ehemann einer Manisch-Depressiven, Menschenhändler und zwielichtiger Geselle, der mit Toten reden kann und so verzweifelten Menschen das Geld aus der Tasche zieht. All das nur, um seine Familie zu ernähren. Nach und nach prügelt aber sein Schicksal auf ihn ein: Prostata-Krebs, Festnahme der von ihm beauftragten Straßenhändler, Tod unzähliger von ihm geschmuggelter Asiaten, Verschlimmerung des psychischen Zustandes seiner Frau. Immer stärker gezeichnet vom Krebs, versucht Uxbal in seinen letzten Tagen sein Leben zu ordnen.

Javier Bardem spielt großartig. Gebt ihm dafür verdammt nochmal den Oscar! Die Glaubwürdigkeit, die er ausstrahlt, hat mich bewegt. Trotz all dem Grausamen, vermittelt der Film eine sonderbare Schönheit. Ja, in manchen Momenten habe ich mit den Tränen kämpfen müssen und auch lange nach dem Nachspann hat mich der Film noch nicht losgelassen. Alles in allem war ich von “Biutiful” aber begeistert (und das, obwohl ich sonst nicht gerade der große Fan solcher Filme bin).

Klar, das ist kein Film für einen entspannten Abend mit Popcorn und fröhlichem Cola-aus-dem-Strohhalm-schlürfen. Er regt aber zum Nachdenken an und lädt auch zum Diskutieren ein. Hab ich übrigens auch gemacht. Tolles Gespräch mit toller Begleitung. Ihr müsst euch halt mit dem Film zufriedengeben.

Bewertung:

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Gesehen: Fluch der Karibik 4

Mein Senf zum Film – kurz und bündig: Tja. Fluch der Karibik 4 kann man sehen, muss man aber nicht. Der vierte Teil hätte wohl nicht sein müssen. Aber man musste dann wohl doch – warum auch immer. Der Regisseur wurde ausgetauscht – Rob Marshall, den man von “Chicago” und “Geisha” kennt, ist nun neuer Steuermann des Disney-Abenteuers.

Der Film leidet darunter, dass Keira Knightley und Orlando Bloom über Bord gingen. Hat denn niemand an die allgemeine Ästhetik gedacht, als er Knightley keine Rolle mehr gab? Penelope Cruz vermittelt eher Kellnerinnen-Flair als die Attitüde einer Piratenbraut. Johnny Depp muss sich nun allein durch die Weltmeere kämpfen – ohne Nebendarsteller und ohne wirkliche Handlung.

Die Handlung in Kurzfassung: Jack Sparrow sucht sich in London eine Crew und ein Schiff. Er trifft auf Angelica (P. Cruz), die ihn im Wettrennen zur Quelle der ewigen Jugend begleitet. Am selben Weg ist auch Barbossa im Namen der britischen Krone und ein spanisches Schiff. Der Fokus liegt aber auf den Ticks und Spleens von Jack Sparrow und unzähligen, kurzweiligen Degen-Kämpfen. Das Ende weißt auf eine Fortsetzung hin. Auweih.

Trotz alledem: Der Film macht Spaß. Und darum geht es im Endeffekt. Die Mischung aus Slapstick und Retro-Action tut dem Film gut. Und Johnny Depp agiert wieder mal in Überform. Ein Mix, der passt, aber nicht glänzt.

Bewertung:

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Reportage: Schauspieler sein – ein Abend hinter den Kulissen.

Vor einigen Wochen habe ich im Rahmen meines Studiums eine Reportage über einen Abend hinter Theaterkulissen geschrieben und dafür Claudius Körber einen Abend lang im Schauspielhaus Graz begleitet.

Claudius Körber auf der Bühne des Schauspielhaus Graz

Claudius Körber steht nach einer schnellen, ungründlichen Rasur in der Garderobe des Schauspielhauses Graz. Er lächelt schelmisch: „So, der Rest ist Kunst“. Claudius Körber, der heute als „Peer Gynt“ auf der Bühne steht, zieht sich hier mit seinen Kollegen vor Vorstellungsbeginn um. 40 Minuten hat er dafür noch Zeit, es ist 18:50 Uhr.

“Die Stimme klappert heute total”, meint er, nachdem er wieder einen Schluck Anis-Kümmel-Fenchel-Tee getrunken hat: “Sonst ist es immer Kaffee. Heute gibt es weder Kaffee, noch eine Pausenzigarette – meiner Stimme zuliebe.” Claudius’ Kollegen putzen sich die Zähne, ziehen sich um und wärmen lautstark ihre Stimmen auf. Hinter den Plätzen der Schauspieler hängen ihre Kostüme für die heutige Vorstellung. Claudius hat Kapuzenweste und löchrige Wollhose bereits an. Dazu zwei paar Socken, denn er ist krank.

Am Weg zur Bühne zieren Fotos vergangener Produktionen die Wände. Das gesamte Stockwerk wirkt eng, strahlt aber trotzdem Ordnung aus. Zwei schwere, schwarze Türen trennen die Räumlichkeiten von der Hauptbühne. Dahinter ist es dunkel.

Der 28-jährige Claudius ist einer von 22 Akteuren des Schauspielhauses Graz. Der Deutsche spielt seit 2007 im Schauspielhaus-Ensemble und ist heuer auch als „Hamlet“ und in „Meister und Margarita“ zu sehen. Zehn der 22 Schauspieler wirken auch bei der heutigen Vorstellung mit. Schulter an Schulter sitzen sie hinter dem Bühnenbild, die Köpfe gesenkt. Sie lesen ihren Text, konzentrieren sich. Claudius marschiert zielstrebig an ihnen vorbei, direkt zur letzten Probe. Vor leerem Zuschauerraum probt er noch einige Passagen. Oft muss die Souffleuse aushelfen, nicht alle Dialoge klappen perfekt. Das sei aber normal, versichert Claudius: „Wenn es dann aber losgeht, sitzt der Text.“ Noch 15 Minuten bis Vorstellungsbeginn, der Publikums-Einlass beginnt.

Nun bleibt kurz Zeit, mit Kollegen zu tratschen und zu scherzen. In Kürze werden einige der Akteure in ihrer Rolle sterben, jetzt unterhalten sie sich noch über Kochrezepte. Nun werden schnell die letzten Vorbereitungen getroffen. Claudius muss in die Maske – als Letzter. Puder, Schminke, Lidstrich – in einer Minute ist alles erledigt. „Bei Claudius haben wir es immer besonders schwer, ihn richtig hinzubekommen“, scherzt der Maskenbildner ironisch. Die Requisiteure, Techniker, Ankleiderinnen schwirren nun umher – emsig, aber geordnet. Claudius ist auf der Suche nach einem Taschentuch, die Verkühlung macht ihm zu schaffen.

Licht an. Musik an. Es ist 19:34 Uhr, Claudius zeigt sich erstmals dem Publikum. Hinter der Bühne herrscht rege Betriebsamkeit – Kostümwechsel, flott marschierende Schauspieler. Hektik kommt nie auf – alle arbeiten präzise und koordiniert.
Claudius verkörpert seine Rolle voller Einsatz und Energie. “Er ist gut heute”, meinen die Kollegen hinter der Bühne. Die zuvor geübten Dialoge klappen, das Publikum applaudiert. Um kurz nach 22 Uhr leuchtet am Monitor des Inspizienten “Black Out” auf. Musik aus. Licht aus. Die Schauspieler verbeugen sich, das Publikum applaudiert.

In wenigen Minuten wird Claudius Körber das Outfit von “Peer Gynt” abgestreift haben und seine Arbeitsstätte verlassen. Nicht gründlich rasiert, dafür aber mit zwei Paar Socken. Der Rest ist Kunst.

Gute Vorbereitung ist die halbe Miete - ein letztes Mal den Text durchsprechen.Letzter Selbsttest - mit geschlossenen Augen wird der Text durchgesprochenLetzte Probe - Claudius Körber und Katharina KlarClaudius Körber auf der BühneClaudius Körber und Katharina KlarClaudius Körber als Peer Gynt

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Blogparade “Wer sind Österreichs Social Media Blogger?”

Wer sich fragt, wie dieses Bild zum Thema passt, bekommt einen kleinen Tipp: “Parade”.
"Philadelphia Mummers Parade 1957" - Photo by "j3net" (Janet) on Flickr

"Philadelphia Mummers Parade 1957" - Photo by "j3net" (Janet) on Flickr

Vor einigen Tagen hat mich Stephan Wiesenhofer eingeladen, bei der von ihm und Alexander Stocker intiierten Blogparade teilzunehmen. Dieser Einladung komme ich natürlich gerne nach. Die Blogparade dient dazu, Österreichs Social Media Blogger besser miteinander zu vernetzen. Hier mein Beitrag dazu.

Wie bin ich zu Social Media gekommen?
Ach, das ist lang her. Begonnen hat das alles im Jahre Schnee mit sms.at und ameisen.cc. Da war ich altersmäßig noch gar nicht so lange ohne Windeln unterwegs und machte meine ersten kleinen Schritte im “Mitmach-Web”. Danach war ein paar Jahre Flaute und dann startete SchülerVZ, das vermutlich hässlichste Social Network von allen. Ich wehrte mich lang dagegen, wollte keinen lustigen Gruppen beitreten und schon gar nicht gegruschelt werden. Im Endeffekt bin ich doch dort gelandet und als die Meute dann weiterzog, landete ich auch bei Facebook. Twitter kam dann später – nach einem fehlgeschlagenen Versuch, bei dem ich das Prinzip Twitter einfach nicht verstand, hat’s dann im zweiten Anlauf geklappt. Der Entschluss zum Blog entstand dann aus dem Gedanken

“Für meinen Studienplatz bewerben sich rund 300 Menschen. Ich will einer der 28 sein, die einen Platz bekommen. Also, stich verdammt noch mal aus der Masse heraus und zeig allen, was du kannst und wer du bist.”

Ja, so war das, so hat alles angefangen.

Was mache ich mit Social Media?
Grundsätzlich komme ich in allen Social Networks meinem Mitteilungsbedürfnis nach. Ich schreibe, kommentiere, teile. Man erreicht mich eigentlich meist via Facebook schneller als per SMS oder Mail. Natürlich bin ich als junger, ambitionierter Student auch darauf aus, dass Menschen mich und meine Fähigkeiten kennen lernen. Wenn ich also behaupten würde, es ginge mir nicht auch um meine Reputation, würde ich lügen. Eigentlich mache ich aber überall eigentlich nichts anderes, als mich mit spannenden Menschen auszutauschen.
Ja, das ist der Kern der Sache.

Warum bin ich von Social Media begeistert?
Diese Frage lässt sich einfach beantworten: Social Media stillt meinen Informationsdurst und ermöglicht mir rasch und unkompliziert den Austausch mit interessanten Persönlichkeiten. Das sind die zwei gewichtigsten Gründe für meine Begeisterung für Social Media.

Soweit mein Beitrag, meine Geschichte. Ich freue mich auf die Beiträge der anderen Blogger.

Hier ein paar Links zu den anderen Beiträgen:
Jochen Hencke (@schneeengel)
Isabel Anger (@issi)
Michael Dekner (@querdekner)
Roman Huber (@RomanHuber)
Gerald Brozek (@hyperkontext)
Heinz Wittenbrink (@heinz)
Alexander Stocker (@Alex_Stocker)
Christoph Jeschke (@christophjes)

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Selbstversuch: Planking in Graz

Armin Wolf beim "planken" im ZIB2-Studio

Armin Wolf beim "planken" im ZIB2-Studio

Planking ist der neue heiße Scheiß. Beim “planken” legt man sich an ungewöhnlichen Orten auf den Bauch, macht sich steif wie ein Brett und lässt sich dabei fotografieren. Die Fotos werden dann auf Facebook veröffentlicht. ZIB2-Nachrichtensprecher Armin Wolf hat diesen aus Australien kommenden Trend auch in Österreich zum Gesprächsthema gemacht, nachdem er beim Berichten über Planking gleich selbst auf dem “Zeit im Bild”-Studiotisch geplankt hat.

Und weil ich jeden, aber auch wirklich jeden Scheiß auch selbst ausprobiere, habe ich gemeinsam mit Studienkollegin Sophie Hausberger einen Abend lang die Grazer Innenstadt unsicher gemacht und an einigen Grazer Hotspots geplankt.

Unser Fazit: Planking macht richtig richtig Spaß. Die irritierten und fragenden Blicke von Passanten belustigen ungemein und die Stadt wird plötzlich zum Abenteuerspielplatz. Wir waren ziemlich begeistert, das Fieber hat uns angesteckt – Wir fanden den Planking-Abend total unterhaltsam!

Untenstehend gibt’s die Beweisfotos, die Kerstin Klement von uns gemacht hat.

Planking

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